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Buddhismus

Der Edle Achtfache Pfad:

I. Moral

1. Rechte Rede
2. Rechtes Handeln
3. Rechter Lebenserwerb

II. Sammlung

4. Rechte Anstrengung
5. Rechte Achtsamkeit
6. Rechte Sammlung

III. Weisheit

7. Rechts Verstehen
8. Rechtes Denken

 

Die Gebote:

Für Menschen, die ein weltliches Leben führen, besteht der Weg der rechten Rede und zum rechten Handeln in der Einhaltung dieser fünf Gebote:

- nicht töten
- nicht stehlen
- kein sexuelles Fehlverhalten
- keine unwahre Rede
- keine berauschenden Mittel

 

Von der Karma-Lehre

Die Karma-Lehre besagt, daß unser jetziges Handeln später Folgen haben wird.

Dahinter steckt vielfach nicht mehr als das gewöhnliche Ursache-Wirkungs-Denken, das den meisten Menschen so selbstverständlich ist. Du trittst gegen den Ball, und er fliegt. Du verlierst dein Flugticket und hast prompt Scherereien. Das ist Karma, das Handeln und sein Nachwirken, seine Wirkung.

Nach den Worten des Buddha jedoch nimmt das Nachwirken des Handelns mitunter subtilere Bahnen. Manchmal sind die Bedingungen, unter denen sich die Wirkungen des Handelns einstellen, nicht gleich gegeben. Nehmen wir an, Sie hätten tief im Wald jemanden umgebracht. Keine Zeuge, keine Spuren. Keinerlei Verdacht fällt auf Sie. Dennoch gab es aber diesen grauenhaften Augenblick roher Gewalt, der sich Ihnen lebhaft eingeprägt hat. Verschwindet das so einfach? Nein, die Erinnerung bliebt. Aber was ich eigentlich Erinnerung?

Das Nachwirken des Handelns, sagt uns der Buddha, verläuft niemals einfach im Sande. Die Wirkung wird sich irgendwann einstellen, nämlich dann, wenn die entsprechenden Bedingungen gegeben sind. Dies grauenhafte Zuschlagen wird irgendwann einen Rückschlag nach sich ziehen - aber wem geschieht dies?

Diese Frage verknüpft den Karma-Gedanken mit dem der Wiedergeburt oder Reinkarnation...

Zwischen den Existenzen von Welten, und zwar genau in dem Augenblick, da die notwendigen Bedingungen sich angesammelt haben, setzt Karma - das noch unabgeschlossene Nachwirken des früheren Handelns eines Lebewesens - die "Elementarteilchen des Raums" in Bewegung.

Mit ihrer Bewegung erzeugen sie einen gewaltigen karmischen Wind; dieser aktiviert die übrigen kosmischen Elemente - Feuer, Wasser und Erde -, und eine Welt entsteht.

... In diesem Sinne könnten wir wohl auch das Gedächtnis als Ausdruck der karmischen Kontinuität auffassen. In den meisten Fällen gibt es jedoch keine bewußten zusammenhängenden Erinnerungen an das, was den Zusammenhalt der karmischen Elemente ausmacht, die das Gewebe unseres täglichen Lebens bilden.

Aus Buddha, Hrsg. von S. Bercholz und S. Chödzin